Deutsche Telekom will nächstes Jahr eSIM einführen.

von Fritz Ramisch am 17.Juli 2015 in Netzbetreiber, News, Ökosysteme

shutterstock_196839488Das Ende der SIM-Karte: Apple und Samsung wollen reprogrammierbare SIM-Karten einführen und den Mobilfunkanbietern bleibt keine andere Wahl, als mitzumachen. Die beiden Smartphone-Hersteller verhandeln derzeit mit Mobilfunkern und dem Branchenverband GSMA über die Einführung umprogrammierbarer SIM-Karten. Die Verhandlungen seien in einem „fortgeschrittenen“ Stadium, berichtet die „Financial Times“. Die Deutsche Telekom will die sogenannte eSIM-Karte schon kommendes Jahr einführen, wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber Macwelt bestätigt. Reprogrammierbare SIM-Karten haben den Vorteil, dass sie nicht an einen bestimmten Mobilfunkprovider gebunden sind und somit beim Wechsel des Mobilfunkanbieters einfach überschrieben statt ausgetauscht werden können. Was sich im ersten Moment als Nachteil für die Mobilfunker anhört, ist vor allem eine große Chance. Denn mit Hilfe von eSIM-Karten können auch neue Geräte zu bestehenden Verträgen hinzugefügt werden. In Zeiten von Smart Home, Connected Cars und Wearables winkt da ein milliardenschweres Zusatzgeschäft. Bald könnte es ausreichen, den Strichcode auf der Verpackungen eines Neugeräts abzuscannen und das Gerät unter der Nutzer-ID – der Mobilfunknummer – zu speichern. Für Kunden wäre das nicht nur benutzerfreundlicher, sondern bestenfalls auch transparenter.

telekom-e-sim

So stellt sich die Deutsche Telekom die eSIM vor. (Quelle: Telekom)

In den USA hat Apple bereits eine solche SIM-Karte eingeführt. Die Mobilfunkanbieter unterstützen die sogenannte Apple SIM bisher allerdings eher widerwillig. Seit kurzem ist die Apple SIM in 90 Ländern – darunter auch in Deutschland – verfügbar. Mit dieser SIM-Karte können Nutzer neuerer iPad-Modelle bei einem Auslandsaufenthalt mobile Datentarife buchen – gegen Bezahlung versteht sich. Apple arbeitet dafür mit dem auf Auslandstarife ausgerichteten US-Mobilfunker GigfSky zusammen. iPad-Nutzer können aus vier verschiedenen Datentarifen auswählen. Die Preise haben es sich allerdings in sich und variieren je nach Land. Wer in die Karibik düst, muss für magere 90 MB für 30 Tage 50 Euro hinblättern. In Deutschland, Italien, Spanien oder Portugal gibt’s für denselben Preis immerhin 3 GB Surfspaß. (Beitragsbild: shutterstock.com)
ft.com (Paid), mobilbranche.de (Hintergrund)

– Anzeige –
Banner Seminar Laurent BurdinWas ist der nächste heiße Scheiß? Laurent Burdin verrät im mobilbranche.de-Seminar “Next Generation Mobile-Innovationen, sofort!” am 21. September 2015 in Berlin hilfreiche Best Practices für die Entwicklung von Mobile-Innovationen für 2016 und 2017 und hilft Ihnen dabei, Ihre eigene Innovation zu erfinden! Jetzt Tickets zum Frühbucherpreis sichern! 


Sichern Sie sich jetzt Ihren Wissensvorsprung in Mobile Marketing und Mobile Business und abonnieren Sie die Meldungen von mobilbranche.de ganz bequem per E-Mail. Unser Newsletter erscheint täglich um 13 Uhr und ist kostenlos.


Facebook Kommentare:

Kommentare