App-Nutzung ist 2014 um 76 Prozent gestiegen.

von Fritz Ramisch am 07.Januar 2015 in Apps, Marktforschung, Mobile Commerce, News, Studien, Trends

2014 war das Jahr des M-CommerceJahr des M-Commerce: Die App-Nutzung ist im vergangenen Jahr um 76 Prozent gestiegen, hat das Analyseunternehmen Flurry gemessen. Als aktiv wurden all diejenigen Nutzer gewertet, die eine App geöffnet haben. Apps aus den Bereichen Lifestyle & Shopping (+ 174 Prozent), Produktivität (+ 121 Prozent) und Messaging (+ 103 Prozent) stehen demnach besonders hoch im Kurs. Auch die Nutzung in App-Kategorien wie News & Magazine (+ 49 Prozent) und Musik, Medien und Entertainment (+ 33 Prozent) und Games (+ 30 Prozent), die naturgemäß öfter genutzt werden, stieg deutlich. Einer Studie des Analyse-Softwareanbieters Localytics zufolge hat sich die App-Nutzungszeit im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent erhöht. Eine durchschnittliche App-Session dauert 5,7 Minuten. Eine App wird im Schnitt 11,5 Mal im Monat geöffnet. Im Vorjahr waren es noch durchschnittlich 9,4 App-Öffnungen pro Monat.

Doch während durchschnittlich jede fünfte App nur ein einziges Mal nach dem Download geöffnet wird, steigt die Nutzung vor allem bei Musikdiensten. Im Durchschnitt wenden die Nutzer 64 Minuten (79 Prozent mehr als im Vorjahr) pro Monat mehr für Musikdienste auf als im Vorjahr. Das liegt vor allem daran, dass die Musik-Apps neben zusätzlichen Funktionen auch immer sozialer werden. Der Marktforscher Nielsen geht davon aus, dass der durchschnittliche Smartphone-Nutzer in den USA 27 Apps pro Monat nutzt. Den Großteil der insgesamt App-Nutzung (30 Std und 15 Min) geht demnach für soziale Netzwerke, Suche und Portale (10:56), Entertainment (10:34) und Kommunikation (3:48) drauf.

Besonders die Nutzungszahlen von Shopping-Apps im Android-Ökosystem (+ 220 Prozent) zeigen: 2014 war das Jahr des M-Commerce. Denn nicht nur die Nutzung steigt, sondern auch immer mehr Umsatz wird über Mobilgeräte generiert. Zwar wird der Großteil der Bestellungen über Smartphone und Tablet noch bequem vom heimischen Sofa aus getätigt, doch die Nutzungszeit von Shopping-Apps außerhalb der eigenen vier Wände nimmt zu.

Laut der Agentur Acid21 wurden im vergangenen Jahr 10,9 Prozent des Online-Umsatzes über Smartphones generiert. Der M-Commerce hat demnach ein Umsatzvolumen von 6,6 Mrd Euro erreicht. Criteo geht sogar davon aus, dass hierzulande bereits 26 Prozent der Online-Käufe mobil generiert werden – 59 Prozent davon über Android-Geräte. Laut einer Studie von Gruner + Jahr sollen 69,2 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer schon einmal mobil eingekauft haben. Weltweit wird der Onlinehandel über Mobilgeräte bis 2019 Umsätze von 200 Mrd Dollar jährlich erreichen, schätzen die Marktforscher von Juniper Research. Doch viele deutsche Onlinehändler sind noch nicht optimal auf das große Mobilgeschäft vorbereitet. Denn nur 73 Prozent der 100 größten Onlineshops in Deutschland haben eine mobile Webseite, wie eine Untersuchung von Konversionskraft zeigt. (Beitragsbild: shutterstock.com)
flurry.com


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