Übernahme durch Cocus: Kassenzettel-App Reposito wird wiederbelebt.

von Fritz Ramisch am 13.November 2014 in Apps, Mobile Commerce, Mobile Couponing, Mobile Marketing, News

Reposito macht dichtSecond Life: Das Bad Homburger IT-Beratungsunternehmen Cocus hat sowohl Marke als auch Technik der digitalen Kassenzettel-App Reposito für einen ungenannten Preis übernommen. Die 2012 gegründete digitale Kassenzettel-Ablage hatte im August dieses Jahres den Dienst quittiert und wurde eingestellt. Nun soll die App ab Anfang 2015 in seiner bisherigen Form unter gleichem Namen wieder an den Start gehen. Die Reposito-App ist allerdings eher als Showcase für potenzielle Unternehmenspartner gedacht. Geplant ist ein zweiseitige Geschäftsmodell: Während Händler Reposito als Loyalty-Lösung nutzen können, zielt Neu-Eigentümer Cocus vor allem auf Anbieter von Wallet-Apps ab. Die könnten Reposito via Schnittstelle oder voll in ihre App integrieren, erklärt Cocus-Berater Rudolf Linsenbarth gegenüber mobilbranche.de. Monetarisierungsansätze gebe es Linsenbarth zufolge viele, darunter auch digitale Fahrtenbücher oder Dienste zur Reisekostenabrechnung. Offenbar will Cocus die App auch um zusätzliche Dienste wie etwa eine automatische Benachrichtigung bei einem Produktrückruf oder Erinnerungen an Garantiefristen erweitern. Daraus erschließt sich ein weiteres Erlösmodell: So könnten kostenpflichtige Garantieverlängerungen und Schutzbriefe über die App abgeschlossen werden. Bei alldem will Cocus aber nicht „das Big-Data-Rad drehen und zum Datensammler werden“, betont Linsenbarth. „Wir sehen im digitalen Kassenbon vor allem einen erheblichen Mehrwert für das Mobile Payment“, erklärt Oliver Hüttig, Vorstandsvorsitzender der Cocus AG. Bei der Übernahme handelt es sich um einr reine Asset-Übernahme, so dass weder Mitarbeiter noch Kundenbeziehungen übernommen wurden. Der Online-Dienst zur Digitalisierung von Kassenzetteln und Kundenkarten war 2012 mit dem Ziel gestartet, Papierkassenzettel überflüssig zu machen. Den schon verloren geglaubten Kampf gegen das Totholz wird jetzt unter Führung der Cocus AG neu aufgenommen. Das die digitale Verwaltung von Kassenzetteln als alleiniges Geschäftsmodell kaum Bestand hat, hat auch die Otto-Tochter NuBon erkannt. NuBon hat seinen Dienst sukzessive erweitert und will künftig neben Couponing und der Verwaltung von Kundenkarten auch Mobile Payment anbieten. Zuletzt zählte Reposito immerhin 250.000 Nutzer. „Wir glauben an das Produkt und haben bereits die ersten Schritte eingeleitet, um es noch attraktiver zu machen“, so Oliver Hüttig. Reposito war zunächst als App zur Digitalisierung von Kassenzetteln gestartet und später um Funktionen zur Verwaltung von Kundenkarten sowie Mobile Couponing via Passbook erweitert worden.

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