Gratiskultur: 94,5 Prozent der App-Downloads sollen bis 2017 gratis sein.

von Fritz Ramisch am 14.Januar 2014 in Apps, News, Ökosysteme, Studien, Trends

Gratiskultur 94,5 Prozent der Apps sollen bis 2018 kostenlos sein.Kost ja nix: Das denken sich viele Mobile User beim Download einer App. Laut Gartner soll bis 2018 weniger als ein Prozent der weltweiten Apps kostenpflichtig sein. Das stellt App-Entwickler und Publisher vor die Herausforderung alternative Einnahmequellen zu finden. Mobile Werbung und In-App-Verkäufe werden regelrecht explodieren, prognostiziert der US-Marktforscher. Grund dafür, dass immer mehr Apps für umme angeboten werden, sollen zum einen die geringen Downloadzahlen kostenpflichtiger Apps, zum anderen das wachsende App-Angebot sein. So gibt es bald zu jeder kostenpflichtigen App eine kostenlose Alternative. 90 Prozent der bezahlpflichtigen Anwendungen kommen schon heute nicht über 500 Downloads und einen Umsatz von 1.250 Dollar pro Tag hinaus. Nur 0,01 Prozent der Apps werden von den Entwicklern als wirtschaftlich erfolgreich betrachtet. Die allgemeine Annahme, dass die Entwicklung einer App reich mache, sei ein Mythos, so Gartner-Analyst Ken Dulaney. „In Wahrheit erwirtschaften die wenigsten Apps tatsächlich Gewinne, sondern dienen vielmehr dazu die Markenbekanntheit und die Produktaufmerksamkeit zu steigern“, so Dulaney. Der mangelnde wirtschaftliche Erfolg des Großteils bezahlpflichtiger Apps soll dem US-Marktforscher zufolge u.a. daran liegen, dass Apps vor allem auf Rat von Freunden, Suchmaschinen, Bewertungen, Werbeanzeigen und sozialen Netzwerken hin heruntergeladen werden. Kaum ein Smartphone-Nutzer macht sich angesichts des Überangebots selbst die Mühe nach Apps aktiv zu suchen. Geld für eine App bezahlen zu müssen ist offenbar noch immer eine der größten Barrieren auf dem User Decision Journey.

Der Trend private Mobilgeräte auch im Unternehmen einzusetzen (Bring Your Own Device) wird der IT-Sicherheit in Unternehmen mittelfristig, allen Vorteilen zum Trotz, weiterhin Kopfschmerzen bereiten, schätzt Gartner. 20 Prozent aller BYOD-Programme werden an restriktiven MDM-Maßstäben in Unternehmen scheitern, so die Prognose. Mobile Device Management-Lösungen werden wachsen und berufliche sowie private Daten beim Einsatz von Mobilgeräten im Berufsalltag voneinander trennen. Die Analysten gehen davon aus, dass neben Android und iOS auch Windows Phone weiter Marktanteile gewinnt und die Bedeutung mobiler Browser Plattform für App-Funktionalitäten drastisch zunimmt.
gartner.com, Foto: shutterstock.com


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