MyLorry will als Kurierdienst 2.0 den Same-Day-Delivery-Markt erobern.

von Fritz Ramisch am 25.November 2013 in Apps, Mobile Startups, News

Team Mylorry in front of German ParliamentKurierdienst-Konkurrenz: MyLorry ist eines der neun Startups, die in den kürzlich mit viel Tamtam in Berlin gestarteten Microsoft Ventures Accelerator eingezogen sind. MyLorry schickt sich nun an, dem urbanen Kleintransportmarkt eine Plattform zu geben. Das in Berlin gegründete Startup will den Consumer-to-Consumer-Markt erobern und Kurierfahrer, Geschäftskunden und Privatkunden zusammenbringen und über eine App Kurierfahrten vermitteln, erklärt MyLorry-Geschäftsführer und Gründer Maximilian von Waldenfels (Foto ganz rechts) das Geschäftsmodell. „Den Weihnachtsbaum im eigenen Auto zu transportieren ist doof, der nadelt und ist viel zu groß. MyLorry wäre da die ideale Transport-Alternative zum eigenen Auto“, so von Waldenfels‘ Lieblingsszenario. Der Gründer hat derzeit viel zu tun, kommt gerade aus London – „ein Gespräch mit VCs“. Seit Einzug in den Microsoft Ventures Accelerator ist einiges passiert, unter Hochdruck wurde an der neuen App gebastelt. Ein neues Design und bessere Usability sollen MyLorry noch einfacher machen. Den Same-Day-Delivery-Markt und die Expansion hat der Gründer fest im Blick.

MyLorry_iOS_App_Screen_Status (1)Derzeit sind in Berlin rund 50 Fahrer an die Plattform angeschlossen, täglich werden Fahrten im „unteren zweistelligen Bereich“ vermittelt, so von Waldenfels. Selbstständige Fahrer und Exporteure können sich bei MyLorry anmelden. Voraussetzung ist ein Führerschein, ein Nachweis einer selbstständigen Fahrtätigkeit, ein eigenes Fahrzeug, eine Transportversicherung und natürlich ein iOS- oder Android-Smartphone. Einmal angemeldet können Fahrer Transport-Aufträge via Fahrer-App innerhalb ihrer unmittelbaren Umgebung annehmen und Lieferungen zustellen. Das Ziel ist es Leerzeiten durch zusätzliche Aufträge zu verringern, transportiert kann je nach Größe des Fahrzeugs so gut wie alles. Geschäfts- und Privatkunden müssen über die MyLorry-App Größe, Abhol- und Zielort des Transportgutes sowie die eigenen Kontaktdaten angeben. MyLorry berechnet den Fahrern eine  Vermittlungskommission. Eine Fahrt kostet für kleine und mittlere Sendungen 5,00 Euro, große Stücke wie Waschmaschinen oder Sofas kosten 15 Euro für bis zu 30 Kilometer. Danach kommen 1 Euro pro Kilometer hinzu. Mittels „exaktem Tracking“ kann jederzeit überprüft werden, wo sich die Lieferung befindet. Fahrer können bewertet werden, „wer mehrere schlechte Bewertungen hat, fliegt raus“, so von Waldenfels. Zudem werden offene Fahrten bevorzugt gut bewerteten Fahrern angezeigt.

Seit die drei Gründer Max von Waldenfels, Benjamin Pochhammer und Toni Kappesz im April dieses Jahres die Idee zu MyLorry hatten, hat sich MyLorry Schlag auf Schlag weiterentwickelt: Im Mai wurde das Startup gegründet, im Juni gab es die erste Finanzierung in mittlerer sechsstelliger Höhe von verschiedenen Business Angels und im November nun ist MyLorry im Microsoft Ventures Accelerator untergekommen und relauncht seine App. 4 1/2 Monate arbeitet das mittlerweile zehnköpfige Team nun in den zentralgelegenen Büroräumen von Microsoft (Unter den Linden) unter Hochdruck an der App, dem Geschäftsmodell, dem Vertrieb – Coachings, Expertise, Kontakte und Entwicklungshilfe inklusive. Ein Entwickler-Team hilft bei der Weiterentwicklung der App. Und auch die nächsten Meilensteine sollen im Eilzugtempo erreicht werden. Zunächst soll der Vertrieb verstärkt werden und so Fahrer und Kunden gewonnen werden. Bald sollen weitere nationale und internationale Ballungsräume folgen. Zusatzleistungen, wie eine On-Top-Versicherung, sind nur noch eine Frage der Zeit. Ach und der Demo-Day – das Finale des Accelerator-Programms – vor internationalen VCs im März steht ja auch schon fast vor der Tür. Dort will MyLorry den großen Wurf landen und um das große Geld pitchen.

Die Erwartungshaltung bei Microsoft ist groß. Sogar CEO Steve Ballmer gab sich bei der Einweihung des Accelerator-Programms die Ehre. Im Herzen Berlins bietet der Softwarekonzern seit Kurzem neun Startups zentralgelegene Büroräume (Unter den Linden), Coachings, Expertise, Kontakte und Entwicklungshilfe. Das Ziel des Microsoft Ventures Accelerator ist es die „Ideen der Start-ups in erfolgreiche Geschäftsmodelle umzusetzen“. Wenn das gelingt könnte „Berlin zum europäischen Silicon Valley“ werden, so die Hoffnung von Microsoft-Deutschland-Chef Christian P. Illek.
mylorry.com

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