Ideengewinnung für die App-Weiterentwicklung durch Social Media.

von Gastautor am 08.Oktober 2013 in Apps, Trends

Social-Media-App-Vermarktung-Sarina-HermannSarina Hermann, Leiterin des mobilbranche.de-Seminars „Social Media in der App-Vermarktung“ am 15.11.2013 in Berlin und Customer Experience Managerin bei Buhl Data, gibt in unserem heutigen Gastbeitrag Einblicke darin, wie Unternehmen durch den Einsatz von Social Media Ideen für die App-Weiterentwicklung gewinnen können.

Es ist geschafft, die App ist im AppStore. Was nun? Zurücklehnen und den Erfolg genießen? Nein, bloß nicht. Denn die Konkurrenz schläft nicht und die Anwender auch nicht. Über 1,5 Millionen Apps sind bereits auf dem Markt und es kommen täglich neue dazu. Und auf nur 0,1 Prozent der Apps entfallen 50 Prozent aller App-Downloads.

Vorne dabei sind nur die Applikationen, die auch hundertprozentig die Bedürfnisse der Anwender befriedigen – sei es Unterhaltung oder die konkrete Hilfestellung bei einem bestimmten Problem. Natürlich sind die meisten App-Entwickler überzeugt, den Anwendern genau das gegeben zu haben, wonach sie sich lange gesehnt haben, aber selbst wenn die Anwender zunächst zufrieden waren, kann sich das schnell ändern. So kann z.B. bei einer Spiel-App Langeweile aufkommen, wenn alle Levels geschafft sich und bei einer Banking-App können aufgrund von Marktveränderungen neue Bedürfnisse entstehen. Wird der Wunsch der Anwender nach einer Weiterentwicklung der App nicht gehört, machen die Nutzer ihre Enttäuschung darüber in negativen Rezensionen deutlich. So steht die App trotz hoher Download-Zahlen mit einer Wertung von 1,5 Sternen im AppStore und sorgt höchstens für negative Presseberichte. Schaffen die Entwickler nicht mal das, dann versinkt die App in der Masse der bedeutungslosen Apps im AppStore. Die Konkurrenz freut sich jedenfalls über die neuen Nutzer, die sich nach einer Alternative umschauen.

Die neuen Rezensionen und die aktuellen Download-Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die App gefällt nicht mehr. Die Bewertungskommentare scheinen jedoch kryptisch zu sein und eine direkte Kommunikationsmöglichkeit mit den Rezensenten gibt es zumindest im Apple AppStore nicht. Spätestens an diesem Punkt sollten die Entwickler über ein Engagement in sozialen Netzwerken nachdenken. Oft machen sich die Anwender schon bei Twitter und Co. Luft, nur hört keiner der Verantwortlichen zu. Ein großer Fehler, der nicht nur dem Image der Entwicklerschmiede schadet und Nutzer kostet. Es geht zudem eine Chance, qualitativ hochwertige Ideen der Anwender zu hören, verloren.

Das Gerücht, dass die Anwender bei der Erkundung ihrer Bedürfnissen eine große Hilfe sein können, ist richtig und birgt für den App-Entwickler enormes Potential. Anstatt also nur Vermutungen anzustellen, was den Nutzern nun gefallen könnte, fragt man sie am Besten selbst. Die Social-Media-Kanäle bieten dafür die perfekte Plattform.

Viele App-Anwender unterhalten sich bereits schon über die App. und Dank Hashtags ist es auch ohne großen Aufwand möglich zuzuhören und zu reagieren. Noch leichter macht es die Einrichtung von App-eigenen Seiten in diesen sozialen Netzwerken, denn dann müssen die Entwickler nicht mehr nach diesen Unterhaltungen suchen, sondern haben sie direkt auf ihren eigenen Kanälen.

Vorteilhaft ist auch, dass sich die Kommunikation mit den Nutzern noch einfacher gestaltet, da man die meisten von ihnen gleichzeitig erreicht. Gezielte Fragen, Verbreitung von Nachrichten, Diskussion von neuen Ideen, Tests von neuen Funktionen, Umfragen – alles das ist schnell und unkompliziert möglich und hilft enorm bei der Weiterentwicklung der App.

Erfüllt die App eine wichtige Aufgabe im Leben der Anwender, z.B. die der Unterhaltung oder der Hilfestellung bei einem Problem, sind viele von ihnen bereit dazu, bei der Weiterentwicklung zu helfen, und äußern in der Regel ungefragt ihre Wünsche nach bestimmten Funktionen.

Bereits das Sammeln und das Diskutieren dieser Ideen ist zusätzliche Werbung für die App. Die Anwender fühlen sich ernst genommen und ihre Verbundenheit wächst. Werden die Ideen umgesetzt, haben die Ideengeber, also die Anwender, das Gefühl, das Produkt mitentwickelt zu haben – das Involvement und die Loyalität der Anwender steigt. Das macht die Anwender zu den besten Werbeträgern, denn sie erzählen oft ungefragt ihren Freunden und Bekannten von Produkten, die sie begeistern. Und das sind die Empfehlungen, auf die wir alle hören.

Seminar zu Social Media & Apps

Social Media in der App-Vermarktung steht auch im Fokus eines mobilbranche.de-Seminars am 15.11.2013 in Berlin, das geleitet wird von Sarina Hermann. Weitere Infos zum Seminar finden Sie hier. Noch bis zum kommenden Dienstag, 15.10.2013, gelten attraktive Frühbucherkonditionen für das Seminar.

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