App Store Optimization (ASO) – die App im Marktplatz.

von Gastautor am 10.September 2013 in Apps, Trends

Saskia-WittauSaskia Wittau ist Gründerin und CMO der Apinauten GmbH, die die Backend as a Service Plattform apiOmat betreibt. apiOmat ermöglicht in nur  5 Schritten die Entwicklung eines plattformübergreifenden App Backends. In einem Gastbeitrag für mobilbranche.de nennt sie die wichtigsten Grundregeln für die App Store Optimization (ASO) – so nennt sich eine noch junge Disziplin, die dabei hilft, dass mobile Apps gut im AppStore gefunden werden können.

In den App Marktplätzen gibt es Guidelines für die Entwickler, an welche man sich unbedingt halten sollte. Sonst kommt man schon gar nicht an der Eingangskontrolle vorbei. Besonders Apples AppStore-Richtlinien sind recht streng und die Kontrolle kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Beispielsweise dürfen keine mit Demo, Trial, Beta, 1.0, etc. betitelten Versionen hochgeladen werden. Des Weiteren müssen alle Apple Produkte richtig geschrieben sein und  andere mobile Plattformen dürfen nicht erwähnt werden. Währendessen geht Google im Play Store weniger einschränkend mit der Freigabe von mobilen Apps vor.

Beim Einstellen der mobilen App in den Store muss nun jedes Wort überdacht werden. Da mobile Apps nur durch Titel, Keywords und Publisher/Firmenname in den AppStore-Suchergebnissen gefunden werden können, sind diese darin enthaltenen Keywords enorm wichtig sind.

Der Name und die Beschreibung der mobilen App

Der Name der App steht womöglich bereits seit längerem fest – doch ist er auch für den Marktplatz geeignet? Er wird weithin als der wichtigste Keyword-Träger bezeichnet, doch immer häufiger wird im Gegenteil dazu nur ein Ein-Wort-Name zum Branding gewählt. Die Zeichenlänge in der Namensspalte sollte für eine bessere Präsentation in den Suchergebnissen nicht voll ausgenutzt werden, denn zu lange Namen werden nicht vollständig angezeigt. Auch der Name des Entwicklers oder des Publishers kann Keywordträger sein, denn dieser wird in der Listenansicht aufgeführt, allerdings nur im Google Play Store. Im App Store erscheint stattdessen die Kategorie.

Als nächstes folgt der Beschreibungstext der mobilen App. Im Apple App Store spielen die Keywords im Text für die ASO keine Rolle, im Play Store ist es jedoch ähnlich wie bei der Meta Description einer Webseite. Es wird empfohlen, eine Keyworddichte von maximal 10 Prozent im Text nicht zu überschreiten, ansonsten droht die Spameinordnung. Es ist wichtig, dass die Beschreibung nicht nur eine Aufzählung der Keywords beinhaltet, sondern den potenziellen Kunden den Nutzen und die Vorteile der mobilen Anwendung aufzeigt. Bekommt der User nicht alle nötigen Informationen, wird er die App auch nicht downloaden. In der mobilen Version des Play Stores werden übrigens nur die ersten 6 Zeilen, im App Store die ersten 5 Zeilen der Beschreibung angezeigt, der Rest kann ausgeklappt werden.

Die Keywords für deine mobile App

Weitere Möglichkeiten der Keywordplatzierung bietet der Apple AppStore in seinem Auswahlfeld „Keywords“ und der Google Play Store in seinem Auswahlfeld „Werbefeld“. Im AppStore stehen dafür 100 Zeichen zur Verfügung, die Keywords werden nur durch ein Komma getrennt. Mit Hilfe von Keyword Tools sollten die eingebauten Keywords zuvor getestet und auf den Search Rank gecheckt werden. Als Keyword Tool eignet sich der Keyword Planner von Google AdWords besonders, hierfür ist allerdings eine AdWords Anmeldung notwendig.

Die Keywords müssen nicht wiederholt werden und auch Name von Entwickler/ Publisher der App sind schon an anderen Stellen untergebracht und können gefunden werden. Im Google Play Store werden übrigens einzelne „über-optimierte“ Keywords und Irrelevantes als Spam eingestuft, was für die Anwendung zum Rauswurf führen kann.

Weiterhin muss für die Anwendung die geeignete Kategorie ausgewählt werden. Hier lohnt es sich auch einen Blick auf die Konkurrenz und deren Keywords zu werfen. Populäre Keywords bedeuten zu meist populäre Anwendungen und somit eine große Konkurrenz.

Rankingfaktoren der Mobile App Stores

Ein sehr wichtiger Rankingfaktor ist die Bewertung durch den Nutzer. Neben der Qualitätseinstufung durch das Rating wird auch Content generiert. Vor allem das Rating geht in die Ranking-Position im Marktplatz ein, und das scheinbar zu einem großen Teil. Im Play Store fließen außerdem bestimmte Signale aus Google+ ein z.B. Missbrauchsmeldungen sowie Performance Ratings basierend auf der durchschnittlichen Qualität der bisher erstellten Apps des Entwicklers. Damit zählt also nicht nur das Ergebnis der Bewertung und die Häufigkeit, sondern auch das das Verhältnis dieser zwischen den einzelnen erstellten Apps des Entwicklers. Es wird angenommen, dass der Content, den ein Reviewer generiert auch zumindest teilweise in das Ranking eingeht, möglicherweise durch die im Beitrag enthaltenen Keywords und deren Übereinstimmung mit den vom Publisher verwendeten Keywords.

Die Anwendung soll natürlich als erstes Ziel möglichst oft heruntergeladen werden. Die Zahl der Downloads hat zudem den größten Einfluss auf die Position im mobilen App Marketplace. Wie einem sicher aber schon aufgefallen ist, schaffen es aber auch mal neue Apps vor Big Player wie Facebook oder Whatsapp. Dies gelingt, da nicht nur die Gesamtdownloadzahl, sondern auch die Downloads in kürzestem Zeitraum einbezogen werden. Des Weiteren gehen noch die Deinstallationen und die Häufigkeit der Benutzung in das App Ranking ein.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Angaben über den Namen sowie der Beschreibung deiner App und die Auswahl der Kategorie beim Einführen der App in den jeweiligen Marktplatz extrem wichtig sind. Du solltest dich vorher genauestens über die Anforderungen der einzelnen Marktplätze informieren, um deiner App den Zugang zu gewähren. Mit dem mobile Backend as a Service Provider apiOmat kannst du übrigens einen großen Teil der Arbeit an deiner App erleichtern – mit der Cross Plattform Funktionalität kannst du das SDK mit einem Klick für die jeweilige Plattform generieren lassen und somit ermöglichst du, dass deine App schnell und gleichzeitig in allen mobilen App Marktplätzen deiner Wahl erscheint.

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