Zalando, Paymey, Burda.

von Fritz Ramisch am 13.August 2013 in Kurzmeldungen

– M-BUSINESS –

Zalando mit neuer Eigentümerstruktur: Anders Holch Povlsen, Gründer der dänischen Mode-Ketten Jack & Jones, Vera Moda, Only und Selected und Gesellschafter des britischen Modeversenders Asos, übernimmt 10 Prozent der Anteile.  Rocket Internet, der Inkubator der Samwer-Brüder, zieht sich vollständig zurück. Die Samwer-Brüder bleiben aber über ihren European Founders Found (EFF) mit 18 Prozent an dem Onlinehändler beteiligt. Größter Anteilseigner ist Investment AB Kinnevik mit 37,5 Prozent.
gruenderszene.de, welt.de

Paymey hat 100.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch eingesammelt. Damit will das Startup aus dem Schwabenländle eine Mobile-Payment-App entwickeln. Ab Oktober sollen darüber Transaktionen von Smartphone zu Smartphone möglich sein. Geld über Paymey zu senden ist zwar kostenlos, der Empfang kostet aber 1 Prozent für den stationären Handel und 1,2 Prozent für den Online-Handel. Dubios allerdings: Mit paymy gibt es ein fast namensgleiches Startup aus Berlin mit ähnlichem Geschäftsmodell.
deutsche-startups.de, seedmatch.de, mobilbranche.de (Hintergrund paymy)

Burda digitalisiert „Focus“-Familie vollständig: Nicht nur der „Focus“ soll künftig als E-Paper und als iOS- und Android-App verfügbar sein, sondern auch „Focus Money“, „Focus Spezial“, „Focus Gesundheit“ und „Focus Diabetes“. Die Preise liegen knapp unter denen für die Print-Ausgaben, für Abonennten sind die digitalen Ausgaben kostenlos.
burda.news.dehorizont.net

Blackberry stellt sich zum Verkauf, Analysten sind skeptisch: Der einstige Marktführer hat nun offiziell bestätigt, ein Sonderkomitee mit der Aufgabe zu betreuen, zu prüfen, ob Blackberry per Joint Venture, strategischer Partnerschaft oder mit anderen Allianzen noch zu retten ist. Der Börsenwert ist binnen fünf Jahren von 84 auf 5 Mrd Dollar gefallen. Der Aktienkurs stieg nach Bekanntwerden der Pläne um 4,5 Prozent, Analysten bezweifeln aber, dass Blackberry noch zu retten ist.
manager-magazin.de, techcrunch.com, wsj.com

Facebook kauft Mobile Technologies, den Entwickler der Übersetzungsapp „Jibbigo“. Der Hauptteil der Mitarbeiter arbeitet künftig vom Facebook-Hauptsitz daran, Übersetzungsfunktionen in den Facebook-Chat zu integrieren. Darüber hinaus hat Facebook die Kooperation mit dem Restaurant-Buchungsdienst Opentable bekanntgegeben und ermöglicht künftig Tischreservierungen per iOS-App. Bislang handelt es sich dabei um einen auf Nordamerika begrenzten Testballon.
techcrunch.com (Mobile Technologies), techcrunch.commashable.comnews.cnet.com (Opentable)

ebay launcht Plattform für stationären Handel: Über die App „Retail Associate Platform“ können Verkäufer am Point of Sale Käuferinformationen, wie etwa deren letzte Einkäufe und ihr Verhalten auf der Shop-Website, über ihr Tablet einsehen und verwalten. Darüber hinaus können über die App On- und Offline-Sortiment und -Verfügbarkeiten abgefragt werden. Paypal-Kunden können sich über Bluetooth im Laden einchecken, Mitarbeiter so über ihren Ladenbesuch informieren und schließlich über das eigene Smartphone bezahlen.
bizreport.com

Groupon kauft das Social-Startup Plumfare: Über die mobile App des 2011 gegründeten Startups aus San Francisco können Nutzer Essen und Getränke in Restaurants fotografieren und samt Restaurant-Empfehlung via SMS oder Facebook mit anderen teilen. Ein Kaufpreis ist bislang nicht bekannt.
venturebeat.comallthingsd.com

– Stellenanzeige –
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mobilbranche.de/jobs

– M-PEOPLE –

Frank-Peter Lortz wird ab sofort neuer COO bei VivaKi Deutschland. Er übernimmt die Aufgabe zusätzlich zu seiner Position als Chairman bei Zenith Optimedia und soll die operativen Bereiche verantworten, die darin bestehen, kreative Prozesse, Kundendaten und weitere digitale Produkte an die vorhandenen Plattformen anzuschließen.
internetworld.de

– M-NUMBER –

4,5 Mrd Dollar setzt Amazon in diesem Jahr mit dem Verkauf von Tablets und E-Readern der Kindle-Familie um, erwartet Morgan Stanley hoch. Nächstes Jahr soll die Summe noch leicht auf 5 Mrd Dollar steigen. 3,8 Mrd Dollar sollen dieses Jahr durch den Verkauf digitaler Produkte erwirtschaftet werden. Insgesamt erwirtschaftet das Kindle-Ökosystem demnach zwar „nur“ 11 Prozent des Gesamtumsatzes, aber fast 25 Prozent der Gesamtgewinne.
allthingsd.com

– M-QUOTE –

„Wir können uns nicht vorstellen, dass es irgendwelche Änderungen gibt, die Blackberry helfen könnten, den drastischen Verlust an Marktanteilen oder den Umsatzverfall bei Dienstleistungen rückgängig zu machen“.

BMO-Analyst Tim Long über die Rettungspläne für Blackberry.
handelsblatt.com

– M-TRENDS –

Distimo hat die Top-Apps für Juli ausgewertet: Gameloft’s „Despicable Me“ ist sowohl im Apple App Store als auch im Google Play und Amazon Appstore die erfolgreichste kostenlose App. Bei den kostenpflichtigen Apps schaffte es „WhatsApp“ an die Spitze der iOS-Rankings, „Swift Keyboard“ an die erste Stelle im Google Play Store und „Minecraft – Pocket Edition“ im Amazon Appstore. Google Play ist im ersten Halbjahr um 67 Prozent gewachsen, Apples AppStore aber nur um 15 Prozent, kann aber die Erlöse durch Apps verdoppeln.
distimo.com

Intelligente Mülltonne sorgt für Streit in London: Das Startup Renew hat in der britischen Metropole 200 besondere Mülleimer installiert, die WLAN-fähige Geräte wie Smartphones erkennen, die Passanten bei sich tragen. Dabei kann zudem die MAC-Adresse identifiziert werden, die eindeutig einem bestimmten Gerät zugeordnet ist. Die Technik soll für personalisierte Werbung genutzt werden, bringt aber Datenschützer auf die Palme. Die Stadtverwaltung hat Renew deshalb aufgefordert, die Tonne wieder abzubauen.
welt.de, arstechnica.com

Mobiles Arbeiten: 17 Prozent der Arbeitnehmer erhalten ein Diensthandy, 10 Prozent ein Smartphone vom Arbeitgeber – 31 Prozent setzen ihr eigenes Handy auf der Arbeit ein, so eine Bitkom-Studie. Mobilgeräte ermöglichen mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes – drei von vier Arbeitnehmern, die bei ihrer Arbeit Mobilgeräte nutzen, setzen diese gelegentlich außerhalb des Büros, vor allem im Home Office (62 Prozent), Auto (22 Prozent), der Bahn (20 Prozent) und im Nahverkehr (19 Prozent), ein.
bitkom.org

Mobile Couponing: NuBON gibt bei „etailment“ Einblicke in seine Strategie und die neuen Funktionen der App. Die NuBON-App funktioniert so: Coupons aus dem Gesamtkatalog auswählen, zur Couponliste hinzufügen, aktivieren und mit einer TAN einlösen – Zukünftig soll es ein elektronisches Haushaltsbuch, integrierbare Onlinerechnungen oder Mobile-Payment-Funktionen geben. Die NuBON-App setzt dabei auf den „Haben wollen“-Effekt und will das Bedürfnis von Verbrauchern, einen guten Deal zu erzielen, bedienen.
etailment.de

Digitale Mediennutzung ist im vergangen Jahr weltweit um 12,9 Prozent auf eine Nutzungsdauer von 5,3 Stunden pro Woche gestiegen, ermittelt PQ Media. Die globale mobile Nutzung ist 2012 um 21,9 Prozent auf 1,1 Stunden pro Woche gestiegen, während die Internetnutzung um 10,9 Prozent auf 2,5 Stunden pro Woche gestiegen ist.
mediapost.com

Nordkorea hat jetzt auch ein offizielles Smartphone-Programm. Die Nordkoreaner stellten jetzt das erste offizielle Gerät vor, welches nach den nordkoreanischen Volkslied „Arirang“ benannt ist. Das Smartphone nutzt das Android-Betriebssystem und verfügt neben einem Touch-Display auch über eine Kamera. Ob das Smartphone ein Volks-Smartphone wird oder nur den Eliten des Landes vorbehalten oder für den Export gedacht ist, ist bislang nicht bekannt.
derdtandard.at, n24.de

– M-QUOTE –

„Es ist nicht nur unsere Meinung, für die gesamte Branche ist Windows RT nicht erfolgreich gewesen.“

Asus-Chef Jerry Shen will keine Windows-RT-Tablets mehr bauen.
heise.de

– M-WIN –

7. Mobilisten-Talk zum Thema „App-Marketing“ am 29. August in Berlin: Alle regulär verfügbaren Tickets sind mittlerweile vergriffen. Wer dennoch dabei sein will: Unser Partner BASE_camp verlost auf seiner Facebook-Seite fünf Tickets. Um mitzumachen, müssen Sie dort in den Kommentaren einfach nur ihre Lieblings-App verraten.
facebook.com/basecampberlin

– M-VIDEO –

Egoboosting für Facebookseiten-Betreiber: Ein Designer hat ein Zählwerk für Facebook-Fans entwickelt. Fliike lautet der etwas sperrige Name des einer älteren Bahnhofsanzeige ähnelnden Kastens, der die Facebook-Fans in Echtzeit mitzählt. Im Ladenschaufenster positioniert, soll er Shop-Besucher zu einem „Like“ verleiten. Auf dem Büroschreibtisch eignet er sich hervorragend zur Selbsbeweihrräucherung.
vimeo.com

– M-FUN –

Rentner-Chat: Eine 13-Jährige meidet Facebook, weil sie nicht auch noch digital mit der eigenen Oma oder den Eltern chatten will und erklärt Facebook zum Oma-Netzwerk. Die jüngere Generation scheint Instagram, Vine und Snapchat zu bevorzugen – vergreist Facebook bald?
sueddeutsche.de, mashable.com

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