90elf verliert Bundesligarechte an Sport1 – und wieder schlagen die Bayern die Kleinen.

von Fritz Ramisch am 20.März 2013 in News

Bildschirmfoto 2013-03-20 um 13.01.28Geld schlägt Innovationen: Der 2008 gestartete Online-Radiosender 90elf verliert die Online- und Mobile-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga an Sport1. Die DFL hat nun die Audio-Übertragungsrechte für die Spielzeiten 2013/2014 bis 2016/2017 in der Rubrik “Netcast” an den zur Constantin Medien AG gehörenden Sportsender vergeben, der bislang kein eigenes Radioangebot hatte. Die öffentlich-rechtlichen Sender dürfen die Bundesliga wie gehabt im klassischen Radio übertragen. Constantin möchte mit der Investition in die Übertragungsrechte Sport1 neu ausrichten und Boden im Online- und Mobilegeschäft gutmachen. Diese neue Strategieausrichtung geht zu Lasten des Fußballradiosender 90elf. Seit 2008 hatte 90elf live und in voller Länge die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga zunächst online über Live-Stream und ab 2009 auch über ein App-Angebot mobil übertragen. Das gesamte Programm von 90elf ist rund um die Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga gestaltet und thematisch auf den Fußball konzentriert. Die Bundesliga-Übertragung war der Grundpfeiler des Geschäftsmodells von 90elf. Als einzige kostenpflichtige App hatte es 90elf kürzlich sogar in die Rangliste der Top-20-Sport-Apps deutscher iPhone-Nutzer geschafft und sich fest am Markt etabliert. 2011 konnte 90elf zudem den deutschen Radiopreis in der Kategorie “Beste Innovation” gewinnen. “Die Bayern schlagen die Kleinen” heißt es so oft im Fußball und bekommt angesichts des Verlusts der Übertragungsrechte von 90elf an Sport1 eine ganz andere Bedeutung. Denn mit dem Erwerb des in Ismaning bei München ansässigen Sportsenders Sport1 schlägt Geld Innovationen. “Wir sind natürlich unendlich enttäuscht über diese Entscheidung und sind bei unserem Gebot an die Grenzen des wirtschaftlich Machbaren gegangen. Aber wie im Fußball üblich, akzeptieren wir die Entscheidung als faire Verlierer”, kommentierte 90elf-Geschäftsführer Florian Fritsche die Entscheidung der DFL. Das Geschäftsmodell von 90elf muss jetzt überdacht werden. “Diese Zeit werden wir nutzen, um uns über die Zukunft von 90elf Gedanken zu machen.”

Neu im Geschäft mit der Bundesliga-Übertragung ist der Axel Springer Konzern. Dieser darf ab kommender Saison via Web- und Mobile-TV ab einer Stunde nach Spielende über die Bundesligaspiele berichten. Dem Medienkonzern fehlt es freilich nicht an dem nötigen Kleingeld um im Geschäft mit der deutschen Bundesliga mitzumischen.
iphone-ticker.detagesspiegel.dewiwo.de (Strategiewechsel bei Sport1)

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