Vodafone, NSN, Paypal.

von Ulrich von Schweinitz am 11.Februar 2013 in Kurzmeldungen

– M-BUSINESS –

Vodafone will der Billig-Konkurrenz von E-Plus und O2 den Kampf ansagen: Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum will mit dem Ausbau des super-schnellen Mobilfunknetzes LTE den kleineren Mobilfunknetzbetreibern Kunden abjagen. Der Marktanteil von Vodafone ist (wie der der Deutschen Telekom) seit den 90er Jahren von 40 Prozent auf 30 Prozent gefallen, weil die Kleinen mit Kampfpreisen und Flatrates Kunden abgezogen haben. Schulte-Bockums Antwort heißt Netzqualität. „Ich glaube nicht, dass sich ein Kunde mit einem hochwertigen Smartphone für ein zweitklassiges Netz entscheiden wird“, gibt sich der Vodafone-Chef kämpferisch.
handelsblatt.com

Nokia Siemens Networks (NSN) schon bald Geschichte? Das Joint Venture des Netzwerkdienstleisters könnte durch einen Kauf der Siemens-Anteile durch Nokia und Alcatel-Lucent beendet werden, meldet Bloomberg. Siemens hatte schon seit längerer Zeit seine Bereitschaft zum Ausstieg verkündet, doch erst das jetzt aufkommende Interesse von Alcatel-Lucent brachte wieder Bewegung in die Sache. Im April müsste die Gesellschaftervereinbarung eigentlich erneuert werden.
chip.de, welt.de

Paypal will auch in Deutschland bald mobiles Bezahlen in stationären Läden anbieten: Einen festen Starttermin gibt es allerdings noch nicht, so CEO David Marcus.  Händler sollen mit Paypal mehr verdienen, z. B. indem durch mobile Zahlungen Schlangen an den Kassen vermieden werden. Den Erfolg von mobilen Zahlungen bei Starbucks in den USA macht David Marcus in der Kombination mit Bonuspunkten aus: wer die App mehrmals benutzt, bekommt irgendwann einen Kaffee gratis. Solche Mehrwerte wolle auch Paypal schaffen.
„Wirtschaftswoche“, S. 57 (Interview), wiwo.de (Kurzfassung)

figo präsentiert auf der Finanzinnovationsmesse FinovateEurope in London morgen die nächste Stufe seiner Entwicklung: Der cloudbasierte „figo-Account“ verbindet via „figo-Connect“ die eigenen Finanzdaten mit weiterführenden Diensten. Mittels API können Drittanbieter wie etwa Rechnungsverarbeiter, Buchhaltungsdienstleister, Dokumentenverwaltungen, Shopsoftware, Steuererklärungsdienste, Belegverwaltungsdienste usw. die Finanzdaten ihrer Kunden mit intelligenten Mehrwertdiensten versehen.
figoaccount.wordpress.com, mobilbranche.de (Hintergrund)

Apple plant die iWatch: Das „Wall Street Journal“ berichtet von einer Armbanduhr mit gebogener Glasfläche, die mit dem Apple-Betriebssystem iOS laufen und einige Funktionen des Smartphones übernehmen soll. Der chinesische Zulieferer Foxconn soll eine Reihe so genannter „wearable computer“ entwickeln und auch die Produktion für Apple übernehmen. Bereits heute bietet Sony eine „Smartwatch“ an, die eingehende Anrufe oder Nachrichten meldet.
wsj.com, zeit.de, focus.de

iOS 6.1 kann Probleme verursachen: Zahlreiche Kunden beschweren sich über schlechte Akkulaufzeiten. Vodafone in Großbritannien warnte sogar seine Kunden ausdrücklich per SMS vor dem Update, weil Verbindungsabbrüche in 3G-Netzen beim iPhone 4S beobachtet wurden. Diese betrafen sowohl Sprachtelefonie als auch Datenverbindungen. Wer bereits das Update auf 6.1 ausgeführt hat, kann allerdings nicht mehr einfach zur Vorversion downgraden.
allthings.com, golem.de, mobilehighlights.de

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Mobile Web East Africa returns to Nairobi, Kenya, on 20th & 21st February 2013. Following the success of MWEA2012, the event is primed to be the leading mobile focused conference in the region this year. Full details can be found at www.mobileeastafrica.com; mobilbranche.de readers are eligible for a 15% discount on attendance using code 1MWEAMB.

– M-NUMBER –

12,3 Mio E-Books wurden im Jahr 2012 auf dem deutschen Markt verkauft, so Marktforscher Media Control. Im Vorjahr 2011 waren es noch 4,9 Mio gewesen. Der Durchschnittspreis eines E-Book fiel von 9,56 Euro im Jahr 2011 auf 8,61 Euro im Jahr 2012. Die Umsätze kompensierten die 1-prozentigen Verluste im Handel mit gedruckten Büchern und sorgten für 0,3 Prozent Wachstum der Branche.
digitalfernsehen.de

– M-QUOTE –

„Es ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Was ist daran besser als das bisherige Verfahren? Schlimmer noch, vielen Innovationen, die uns vorschweben, stünde das sogar im Weg, weil man wieder an ein festes Terminal gebunden wäre.“

Paypal-Chef David Marcus glaubt nicht an den Siegeszug der Nahfeldtechnik NFC.
focus.de

– M-TRENDS –

Mobiles Bezahlen könnte dieses Jahr den Durchbruch schaffen: 40 Prozent der deutschen Internetnutzer zeigen sich Mobile Payment gegenüber aufgeschlossen, so eine TNS-Studie. Die Endkunden finden v.a. die Vorstellung einer Mobile Wallet spannend, die sämtliche Inhalte der Geldbörse bündelt. Die Kunden wünschen sich Shop Finder, Preisvergleiche und Produktinformationen, während die Akzeptanzstellen vor allem Prozesserleichterungen und smarte Services wie die automatische Mitnutzung von Coupons, Kundenkarten oder digitalen Quittungen schätzen. Noch kennen allerdings zu wenige Kunden mPayment-Schlüsseltechnologien wie NFC oder QR-Codes.
tns-infratest.com

Pay Wars – der Angriff der Internetgiganten: DB Research, das Forschungsinstitut der Deutschen Bank, hat den Wettstreit ums mobile Bezahlen analysiert und widmet sich der Frage, mit welchen web-basierten Bezahltechnologien wir zukünftig an den Ladenkassen bezahlen werden. Nicht nur Akteure aus dem Finanzsektor suchen unter Hochdruck nach einer Antwort, schließlich werfen auch neue Wettbewerber wie Google, Apple, PayPal oder Amazon ihren Hut in den Ring. Ein 40-seitiges PDF und ein aktueller Kommentar geben einen guten Überblick zum Thema.
dbreasearch.de (Kommentar), dbresearch.de (PDF-Download)

Samsung hat seine Spitzenstellung bei den Smartphone-Verkäufen in Deutschland im Dezember auf über ein Drittel ausgebaut: Dank des Galaxy S III und des Galaxy Note II wuchs der Vorsprung auf 33,7 Prozent Marktanteil. Samsungs Erfolg in den letzten zwei Jahren geht v.a. zu Lasten von Nokia – während die Finnen seitdem stark verloren und nun bei 15 Prozent stehen, lag Samsung im März 2011 erst bei 11 Prozent Marktanteil. Apple konnte im Weihnachtsgeschäft seinen Erfolg aus den USA hier nicht wiederholen und stieg in Deutschland nur leicht auf 21,8 Prozent.
focus.de, allaboutsamsung.de

Facebook erzielt fabelhafte Klickraten bei Anzeigen direkt im Nachrichtenstrom: Diese Platzierung der Werbemittel ist schon auf Standardwebseiten auf dem Desktop mit einer Klickrate von 1,75 Prozent deutlich stärker als beispielsweise am Seitenrand, doch auf der mobilen Facebook-Website und innerhalb der App erzielen die Werbemittel im Nachrichtenstrom eine bemerkenswerte Klickrate von 3,30 Prozent, ermittelt eMarketer. Dabei liegen die Durchschnittskosten pro Klick bei schlappen 14 Cent, während sie auf dem Desktop bei 26 Cent liegen.
emarketer.com, lead-digital.de

Twitter hebt die Preise für „Promoted Trends“ an: Die Werbeform war nie billig, doch neuerdings verlangt der Kurznachrichtendienst 30 Prozent mehr, satte 200.000 Dollar pro Kampagne. Bereits zum Marktstart im Jahr 2010 kosteten Twitter-Kampagnen täglich 80.000 Dollar. Zu den Kunden zählten logischerweise die Großen, also Virgin, HBO, Samsung oder die Fluglinie JetBlue, die so ihre Werbung auf jede einzelne User-Homepage klebten.
cnet.com, allthingsd.com

– M-QUOTE –

„Es macht Spaß und ist sehr einfach: Die Leute haben eine Minute nichts zu tun, warten auf die Bahn oder trinken einen Kaffee und sagen sich: Mal sehen, was es neues bei FAB gibt. Und wenn ihnen etwas gefällt, haben sie es in Sekundenbruchteilen bestellt. Die Leute lieben das.“

FAB-Gründer Jason Goldberg profitiert davon, dass sich die Leute die Zeit per Smartphone vertreiben – und mitunter unterwegs Dinge bestellen, die sie eigentlich gar nicht brauchen.
welt.de

– M-FUN –

BlackBerry Z10 als unglückliche Lovestory: Mit dem einstigen steten Begleiter ist es wie mit den Verflossenen, man freut sich, wenn man sie wieder sieht, doch ist man anderweitig gebunden. Lass uns gute Freunde bleiben, sagte die Schöne im Comic zum Schluss.
mashable.com

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