So stark ist der Einfluss von Twitter.

von Lutz Herkner am 17.Januar 2013 in Mobile Media, News

London Evening Standard, Fotograf: Nic WalkerTwitter hier, Twitter da: Der Kurznachrichtendienst rückt dieser Tage wieder verstärkt ins Rampenlicht. So demonstrierten britische Medien am Mittwoch, welchen Einfluss Twitter inzwischen hat, als sie quasi durch die Bank weg zur Bebilderung ihrer Berichterstattung über einen Helikopter-Absturz in London auf Fotos und Videos zurückgriffen, die von Augenzeugen per Twitter verschickt worden waren. Es habe mit BBC Radio 4 begonnen, die sich in den Nachrichten auf Twitter bezogen, und endete mit einem Video, das u.a. auf diversen Fernsehsendern lief, berichtet der „Guardian“. Diese Praktiken sind juristisch jedoch nicht sauber: Gerade Anfang dieser Woche urteilte ein Gericht in New York, dass „Agence France Press“ sowie die „Washington Post“ die Urheberrechte des Fotografen verletzt hätten, indem sie Fotos, welche dieser nach dem Erdbeben auf Haiti getwittert hatte, veröffentlichten. Durch das Twittern würden die Bilder nicht zum Allgemeingut, so der Richter, daran änderten auch die Nutzungsbedingungen von Twitter nichts. Dies bestätigen auch die betroffenen Medien, die Twitter-Material des Londoner Absturzes genutzt hatten, so der „Guardian“ weiter, der namentlich „Daily Mail”, “Sun”, “Sky News”, “Evening Standard”, “Press Association”, “Caters News” und nicht zuletzt sich selbst erwähnt. Man habe in der Eile nur nicht den Urheber kontaktieren können, sei aber bereit, diesen zu entlohnen. Einer der Fotografen, der in der Nähe der Absturzstelle wohnhafte Nic Walker, antwortete – selbstverständlich via Twitter –, er wolle sich nicht an einem solch tragischen Unfall bereichern, man solle ihn lediglich als Quelle nennen. Was anscheinend geschehen ist.
guardian.co.uk, reuters.com (Urteil)

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