Appgefragt: Oliver Wimmeroth von Venista Ventures.

von Florian Treiß am 30.Januar 2013 in Appgefragt, Mobilisten-Talk

Oliver Wimmeroth, 36, ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Venista Ventures, eines Kölner Spezialisten für Investments in der Mobilbranche. Im Vorfeld unseres 5. Mobilisten-Talks am 13. Februar 2013 im BASE_camp in Berlin, bei dem Oliver Wimmeroth auf dem Panel mit Experten von CMS Hasche Sigle, PAYBACK und YOC über die mobilen Trends für 2013 diskutieren wird, hat er unseren Appgefragt-Fragebogen ausgefüllt. Darin erzählt er, welche App er gerne selbst erfunden hätte, und verrät, wie seine Mutter seinen Job beschreiben würde.

Das war mein erstes Handy:

Ein Ericsson GH198. Damit konnte man nicht nur telefonieren, sondern auch Nägel in die Wand hauen. Wenn es einem auf die Straße fiel, musste man sich schnell aus dem Staub machen, damit man nicht für die Schäden am Asphalt aufkommen musste.

So kam ich erstmals mit dem Mobile Web in Kontakt:

Als Vodafone Live aufkam. Später dann durch die Content-Anbieter, die Ihre auf Premium-SMS basierten Angebote weitestgehend über WAP-Seiten vertrieben. Gutes, altes WAP. Web im Schneckentempo, auf mikroskopisch kleinen Bildschirmen mit 256 Farben, aber zum Premium-Preis von bis zu 10 Euro per MB verkauft. Ich denke, die Netzbetreiber weinen heute noch Sturzbäche von Freudentränen, wenn Sie an diese Zeiten zurückdenken.

Diese App hätte ich gern selbst erfunden:

Hailo – es gibt für mich keine nützlichere, schönere und einfacher zu bedienende App als diese. Alles richtig gemacht. Die Kunden lieben es, die Taxifahrer lieben es und der Betreiber verdient sogar Geld damit. Everyone’s a winner!

Das ist mein App-Insidertipp:

Hach, diese Insidertipps. Ich glaube, ich habe mir jedes App-Magazin der letzten vier Jahre gekauft (Die 50 besten Apps für Ihr iPhone) und ich hab’s aufgegeben. Obwohl ich ein großer Fan bin von Angry Birds, Cut the Rope & Co. Es gibt fast eine Million Apps, kann da bitte mal jemand ein wenig tiefer graben?!? Okay, hier ist mein Geheimtipp: Ladet Euch ifun runter. Das sind hervorragende Redakteuere, die einem mehrfach täglich über News aus dem Tech- und App-Bereich berichten. Da finde ich immer mal wieder eine Perle.

So beschreibt meine Mutter meinen Job:

Nachbar: Was macht dein Sohn eigentlich beruflich?
Mutter: Irgendwas mit Handys.
Nachbar: Na, da passiert ja einiges.
Mutter: Ja, ja, da passiert einiges.
Nachbar: Und was macht der da genau?
Mutter: Die machen so Spiele, glaube ich. Und dann gibt er denen noch Geld.
Nachbar: Wem gibt der Geld?
Mutter: Ich weiß auch nicht. So Leuten. Die auch Spiele machen wollen.
Nachbar: Denen gibt der einfach so Geld? Sein eigenes? Das ist aber nicht gut.
Mutter: Meinst du?
Nachbar: Ja, also du kannst doch nicht einfach so Leuten dein Geld zum Spielen geben.
Mutter: Ja, ja, das hab ich mir auch schon mal gedacht.
Nachbar: Redest besser mal mit ihm. Soll er sich lieber was Ordentliches suchen.
Mutter: Ja, ja, das mach ich mal. Danke.

Das war meine bislang beste Mobile-Idee:

The best is yet to come. Aber eine Kombination aus Inkubator und Investor mit Fokus auf Mobile war schon mal okay.

So sieht mobile Werbung in 5 Jahren aus:

Wie im Web heute. Werbung wird integrierter und einfach noch ein bisschen mehr sexy. Second Screen ist tägliche Realität.

Das ist mein größter Mobile-Trend für 2013:

Für mich sind das Business-Applikationen. Der Spiele-Markt ist hervorragend abgedeckt, die User kommen ja kaum noch hinterher und haben den Überblick schon lange verloren. Hier geht es jetzt vor allem um App-Discovery, die aus meiner Sicht noch kein Store perfekt gelöst hat. Ich bin mir aber sicher, dass sich in diesem Moment alleine genügend schlaue Köpfe damit beschäftigen. Der Business-Apps-Markt liegt aber noch relativ brach. Und hier findet man genau die Nutzergruppe, die für eine sinnvolle Applikation auch mal eben 8,99 Euro locker machen. Großes Potenzial.

Zuletzt in der Reihe „Appgefragt“ erschienen: Unser Fragebogen mit Daniel Rieber von Interrogare.

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