Interview: Boris Lücke von Gettings über Gamification am Point of Sale.

von Florian Treiß am 06.Dezember 2012 in Interviews, Location Based Services, Mobile Commerce, Mobile Couponing

Gettings, der Spezialist für Location-based Marketing aus der E-Plus Gruppe, führt heute die neue Funktion Gettings Snap! ein. Nutzer der Gettings-App können einen Sofort-Rabatt erhalten, wenn sie im Laden ein Produkt fotografieren – eine Ermäßigung von bis zu 50 Prozent ist möglich. Gettings setzt dabei einmal mehr auf das Trend-Thema Gamification: „Der Kaufprozess für den Kunden wird dadurch wesentlich attraktiver gemacht. Kunde und Marke begegnen sich auf einem ganz anderen Weg, der eher von Dialog als Monolog geprägt ist. Und genau hier bietet sich Marken die Möglichkeit, sich positiv ins Bewusstsein der Kunden zu setzen“, beschreibt Gettings-Geschäftsführer Boris Lücke die Vorteile von Gettings Snap! Das neue Feature wird als erstes vom Dessous-Anbieter Lascana genutzt.

mobilbranche.de: Gettings führt heute das neue Feature „Gettings Snap!“ ein. Was erwartet die Gettings-Nutzer?

Boris Lücke: Gettings-Nutzer haben die Möglichkeit, am Point of Sale gezielt auf Produkte Ihres Interesses Sofort-Rabatte zu gewinnen. Der Nutzer fotografiert bzw. snapt zu diesem Zweck sein Wunschobjekt mit dem Smartphone und erhält einen von der App generierten Zufallsrabatt, den er direkt an der Kasse einlösen kann.

mobilbranche.de: Der Dessous-Anbieter Lascana ist der erste Kunde für die neue Funktion. Wie passen Unterwäsche und Smartphone zusammen?

Boris Lücke: Sehr gut, denn die Produkte von Lascana bieten attraktive Motive für eine Kampagne, die auf Kamerafunktion setzt. Spaß beiseite – das Feature „Gettings Snap!“ ist nicht begrenzt auf bestimmte Produktgruppen. So würden zum Beispiel auch Produkte aus der Kosmetik- oder FMCG-Branche passen. Mit Lascana haben wir aber sehr schnell einen Partner gefunden, der sehr stark an innovativen Tools/Entwicklungen interessiert ist.

mobilbranche.de: Ein bisschen klingt Gettings Snap! wie die Funktion „Gettings Explore“, die Gettings im September vorgestellt hatte. Worin liegt der Unterschied?

Boris Lücke: Gettings Explore bot den Nutzern die Möglichkeit, per Barcode-Scan weiterführende Produktinformationen sowie ein digitales Rubbellos zu erhalten und mit etwas Glück das Produkt gratis zu gewinnen. Gettings Snap! setzt bei der Freude am Fotografieren mit dem Smartphone an, und bietet einen Spielmechanismus an, bei dem die Teilnehmer ausnahmslos gewinnen. Kunden können sich am POS ausgiebig mit den unterschiedlichen Artikeln auseinandersetzen, bevor sie ihren persönlichen Favoriten wählen und fotografieren, um bis zu 50 Prozent Rabatt zu gewinnen. Pro Tag kann pro Kunde ein Rabatt eingelöst werden.

mobilbranche.de: Welche Vorteile bringen spielerische Elemente (Gamification) denn generell?

Boris Lücke: Generell kann man sagen, dass der Kaufprozess für den Kunden wesentlich attraktiver gemacht wird. Kunde und Marke begegnen sich auf einem ganz anderen Weg, der eher von Dialog als Monolog geprägt ist. Und genau hier bietet sich Marken die Möglichkeit, sich positiv ins Bewusstsein der Kunden zu setzen. Parallel differenziert man sich gegen den doch eher rationalen Prozess des klassischen eCommerce.

mobilbranche.de: Gettings ging ursprünglich an den Start, um die Leute mit Sonderangeboten und mobilen Coupons überhaupt in den Laden zu bringen, doch die neue Funktion spricht Leute an, die schon im Laden drin sind. Wandelt sich das Geschäftsmodell hierbei grundlegend?

Boris Lücke: Nein, grundlegend wandelt es sich nicht. Es stellt mehr eine Evolution dar. Wir wollen dem Nutzer am POS spannende und interaktive Möglichkeiten bieten, sich mit einem Produkt auseinanderzusetzen. Unser Ziel ist es, dem Nutzer ein attraktives Angebot zu zeigen, ihn in das Geschäft zu lotsen, um dort einen aufregenden Einkauf zu erleben. In Zukunft sogar inklusive einer reibungslosen Bezahlung. Alles mit einer App, alles mit Gettings.

mobilbranche.de: In der Mobilbranche gilt die Mobile Wallet, also die digitale Brieftasche auf dem Handy, als nächstes großes Ding. Welche Rolle wird Gettings hierbei spielen und wie sieht die Zusammenarbeit mit Eurer Muttergesellschaft E-Plus dabei aus?

Boris Lücke: In Gettings mobiler Wertschöpfungskette spielt mobiles Bezahlen eine entscheidende Rolle, um z.B. Couponeinlösungen eindeutig zuzuordnen und Cross-Selling Aktivitäten auszulösen bzw. Loyalty-Aktivitäten umzusetzen. Hierbei wird die Integration in mobile Geldbörsen entscheidend beitragen können, um Gettings Valueproposition maßgeblich zu stärken. Natürlich arbeiten wir deshalb auf diesem Gebiet eng mit unserer Muttergesellschaft zusammen.

mobilbranche.de: Vielen Dank für das Interview!

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