Windows Phone 8 will mit Verwandschaft zum PC punkten.

von Florian Treiß am 21.Juni 2012 in News, Ökosysteme

Goliath in der David-Rolle: Der im PC-Geschäft überaus erfolgreiche, aber im Smartphone-Geschäft bislang kaum relevante Software-Riese Microsoft hat das mit Spannung erwartete Mobil-Betriebssystem Windows Phone 8 gestern in San Francisco vorgestellt. Wie schon die am Montag präsentierten Surface-Tablets sollen auch Smartphones künftig mit ihrer Nähe zum PC punkten – und dadurch verlorenen Boden gegenüber Android und iOS gutmachen. Windows Phone 8 wird daher auf der selben technischen Plattform basieren wie das neue PC-Betriebssystem Windows 8. Das dürfte für künftige Nutzer von Windows Phone deutliche Vorteile gegenüber Android und auch iOS bringen – jedoch verprellt Microsoft damit ausgerechnet seine treuesten Kunden, die sich ein Smartphone mit Windows Phone 7 gekauft hatten wie beispielsweise eines der Lumia-Geräte von Nokia. Denn nun steht auch offiziell fest, was die Spatzen schon von den Dächern pfiffen: Aktuelle Geräte mit Windows Phone 7 können kein Update auf Version 8 erhalten, sondern müssen mit einem abgespeckten Update auf Version 7.8 leben. Damit entpuppt sich das aktuelle Spitzenmodell Lumia 900 von Nokia, das seit einigen Tagen in Deutschland erhältlich ist, als Totgeburt. Kein Wunder, dass die Deutsche Telekom sich weigert, das Modell in ihr Portfolio aufzunehmen. (Weiter nach dem Video…)

Was nun bringt Windows Phone 8 neues? Zunächst einmal wird die Arbeit für App-Entwickler deutlich leichter: Apps sollen künftige ohne Modifikationen am Programmcode auf allen Geräten laufen, vom Laptop über den PC und das Smartphone bis hin zum Tablet. „Wir erwarten, dass die Zahl der Apps steigen wird“, so Microsoft-Manager Joe Belfiore. Ohne großen Mehraufwand könnten Entwickler künftig 1,3 Mrd Menschen mit ihren Apps adressieren. Die Hardware-Vorgaben an die Hersteller werden deutlich gelockert – neben Nokia haben auch HTC, Huawei und Samsung angekündigt, Geräte mit Windows Phone 8 auf den Markt zu bringen. Künftig sind drei Bildschirmauflösungen zulässig, darunter auch HD-Auflösung. Zudem werden nun Vierkern-Prozessoren unterstützt – genauso wie die Nahfeldkommunikation via NFC.

Auch für die Nutzer der Windows Phones tut sich einiges: Künftig wird es Geräte mit MicroSD-Karten geben, über die sich Daten sicher lassen. Der Startbildschirm wird künftig freier konfigurierbar sein. Die Integration von NFC wird kontaktlose Mobile Payments ermöglichen. Eine ins System integrierte mobile Brieftasche namens Microsoft Wallet soll Kreditkarten und Kundenkarten bündeln. Die Navigationssoftware Nokia Maps soll zudem auf allen Geräten mit Windows Phone 8 angeboten werden und nicht nur auf denen von Nokia.

Weitere Infos finden Sie im offiziellen Windows Phone Blog.

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