YOC, Tomorrow Focus, Drillisch.

von Florian Treiß am 22.März 2012 in Kurzmeldungen

– M-BUSINESS –

YOC Group hat im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von 3 Mio Euro gemacht, nachdem es 2010 noch einen Gewinn von 2,8 Mio Euro gab. Die strategische Neuausrichtung mit der Konzentration auf die beiden Bereiche Mobile Technology und Media hat hier ihren Tribut gezollt, doch nun sieht die YOC Group die Basis für ein dynamisches Wachstum geschaffen und geht von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus. Das wurde bereits 2011 beim Umsatz deutlich, der um immerhin 9,2 Prozent auf 33,3 Mio Euro stieg.
group.yoc.com

Tomorrow Focus hat in der Vergangenheit bei Mobile über seine Tochter Cellular sehr stark auf externe Kunden wie Volkswagen gesetzt, während die „interne Beratung unserer eigenen Marken etwas zu kurz kam“, so Vorstandschef Stefan Winners. In einigen Bereichen seien die mobilen Applikationen zu spät gestartet wie etwa bei Holidaycheck, so Winners. Unternehmensweit plant Tomorrow Focus nun bis Jahresende die Steigerung des Mobile-Anteils am Traffic auf 15 bis 20 Prozent.
„Lead Digital“, S. 28-33

Drillisch und die Deutsche Telekom haben ihren Rechtsstreit um Betrugsvorwürfe laut Drillisch beendet: Alle zwischen Telekom und Drillisch bislang noch anhängigen Zivilverfahren sollten mit der Vereinbarung beendet werden. Die Telekom hatte im November ihre Verträge mit Drillisch gekündigt, weil sich die Firma angeblich Provisionen erschlichen haben sollte.
de.reuters.com

Panacoda präsentiert sein Baukasten-System für mobile Apps, mit dem die Cross-Plattform-Entwicklung von Applikationen für nahezu jedes Budget möglich ist. Jede Komponente ist mit einem definierten Preis versehen, das Angebot startet bei 1.500 Euro für eine App in der Basiskonfiguration, die auf Android, iOS, BlackBerry und Windows Phone 7 läuft.
panacoda.com

Zynga kauft für kolportierte 180 bis 210 Mio Dollar den Games-Publisher OMGPOP, auf dessen Konto u.a. der aktuelle iPhone-Hit „Draw Something“ geht. Das Spiel steht mit unterschiedlichen Versionen auf Platz 1 sowohl der Gratis- als auch der Paid-Downloads im AppStore und wirft aktuell angeblich einen Gewinn von 250.000 Dollar pro Tag (!) ab.
basicthinking.de, blog.wiwo.de (Analyse)

Google will weitere Mobilfunkanbieter für seine digitale Geldbörse namens Google Wallet gewinnen: Bislang sitzt nur US-Anbieter Sprint mit ihm Boot, der auch nur zwei passende Smartphones im Portfolio hat – zu wenig, um den Dienst gegen andere Geldbörsen zu positionieren, findet Google offenbar. Der Anreiz für größere Anbieter wie AT&T und Verizon, ebenfalls mitzumachen, könnte eine Beteiligung an den Umsätzen sein, so ein Bloomberg-Bericht.
bloomberg.com, cnet.com

Apple will seinen eigenen Standard für neue Nano-SIM-Karten gegen das konkurrierende Konsortium aus Motorola, Nokia und RIM durchsetzen – und kämpft mit harten Bandagen: Um eine Abstimmung darüber beim europäischen Standardisierungsgremium ETSI zu gewinnen, hat Apple laut „Financial Times“ die ETSI-Mitgliedschaft für gleich sechs Landesgesellschaften beantragt. Zweifelhaft aber, ob Apple damit durchkommt.
ftd.de

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appdeveloper.intel.com

– M-NUMBER –

70.000 Apps gibt es mittlerweile im Windows Phone Marketplace, so ein Microsoft-Manager bei der Launch-Veranstaltung von Windows Phone in China. Täglich kommen aktuell 300 Apps hinzu, das Zulassungsverfahren für neue Apps soll mittlerweile im Schnitt nur noch drei Tage dauern. Der Windows Phone Marketplace soll in diesem Jahr in 28 zusätzlichen Ländern ausgerollt werden und wäre dann in 63 Ländern verfügbar.
unwiredview.com

– M-QUOTE –

„Ich schätze, dass der mobile Traffic in Deutschland in den nächsten zwei Jahren mindestens 50 Prozent der gesamten Zugriffe erreicht.“

Stefan Winners, Vorstandschef von Tomorrow Focus, meint zudem, dass gutes App-Design schon heute das Design stationärer Websites beeinflusst und nicht mehr umgekehrt.
„Lead Digital“, S. 28-33

– M-TRENDS –

LTE ist noch nicht alltagstauglich, denn die neue Funktechnik, die bei Smartphones und Tablets zum mobilen Datenturbo werden soll, hat bislang noch mehrere Nachteile: Bislang haben alle Hersteller offenkundig Probleme mit der Akku-Laufzeit der Geräte, es gibt noch überhaupt keinen globalen Standard für Telefonate via LTE und zu allem Überfluss gibt es noch keinen LTE-Chip, der auf allen weltweit genutzten LTE-Frequenzen funken kann. In den USA stellen derweil die ersten Käufer des iPad 3 fest, dass Ihr Datenvolumen beim LTE-Vertrag schnell ausgeschöpft ist, wenn sie damit Videos schauen.
capital.de, handelsblatt.com, wsj.com (Videos)

iPad-Studie: Axel Springer Media Impact hat als erstes Unternehmen in Europa per Eye-Tracking die iPad-Nutzung erforscht und dabei festgestellt, dass interaktive iPad-Anzeigen hinsichtlich Beschäftigungsdauer, Klickraten und Akzeptanz deutlich vor Online-Werbung und statischer iPad-Werbung liegen. Die Klickrate lag hier bei außergewöhnlich hohen 33 Prozent. Allerdings ist die Studie nicht repräsentativ, es wurden nur knapp 100 männliche iPad-Nutzer einbezogen.
meedia.de

Schlechtes Beispiel für Mobile Advertising: Fachbloggerin Heike Scholz surft auf ihrem Android-Tablet die Website von „TV Today“ an, um sich übers TV-Programm zu informieren – und wird von einer Werbung für eine iPad-App gestört, die ihr als Android-Nutzerin recht wenig hilft, aber mittig über den redaktionellen Inhalt eingeblendet wird. Ihr Rat an die Entwickler: Tablets sind nicht gleich iPads, was auch in der Ausspielung der Werbung berücksichtigt werden sollte.
mobile-zeitgeist.com

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Die PAYMENT 2012 – 7. Kongress für Zahlungssysteme & Zahlungsprozesse am 7. – 8. Mai analysiert und diskutiert Trends und Entwicklung in der Zahlungsabwicklung und den Payment-Prozessen. Praktiker und Experten stellen ihre Erfahrungen mit der kontaktlosen Kartenzahlung, innovative Payment-Portfolios und die Rolle von Mobile Payment und Apps für Handel und Online-Handel vor.
www.payment-kongress.de

Tablets werden offenbar fast ausschließlich in W-Lans betrieben, aber nur selten per Mobilfunk-Anbindung – und sind damit für viele Nutzer eher ein portabeles Gerät für den Hausgebrauch als ein echtes Mobilgerät. Zu diesem Schluss kommt zumindest Analyst Chetan Sharma, der den Anteil der reinen W-Lan-Nutzer für den US-Markt auf 90 Prozent beziffert.
mediapost.com

Deutsche Gründer verpassen beim „Internet der Dinge“ eine Riesenchance, findet Netzwertig-Fachblogger Martin Weigert: Bisher gibt es aus Deutschland nämlich noch kaum Geräte mit Internetanbindung zur Übermittlung, dabei tut sich hier gerade im Gesundheits- und Fitness-Sektor ein großer Bereich auf. Österreich und die Schweiz sind Deutschland in diesem Bereich laut Weigert deutlich voraus, die USA sowieso.
netzwertig.com

Lese-Tipp: Ansgar Meyer, Crossmedia- und Mobile-Spezialist der Axel Springer Akademie in Berlin, hat vor wenigen Tagen sein Buch „App-Economy – Milliardenmarkt Mobile Business“ veröffentlicht, ein praxisnahes Managementbuch zur strategischen Nutzung von Apps.
m-vg.de

Video-Tipp: Nokia setzt seine Video-Serie „Local Kings“ fort und stellt anlässlich der Premiere der „Wunderlist“ auf Windows Phone die Macher hinter der App und deren Startup 6Wunderkinder vor.
nokia-smartphone.de

– M-FUN –

EiPad: Die Redaktion der „Wirtschaftswoche“ hat gestern versucht, angesichts der angeblichen Hitzeprobleme beim neuen iPad darauf ein Ei zu braten. Das war aber nicht gerade einfach – nach 25 Minuten war keinerlei Fortschritt zu erkennen.
wiwo.de

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