Krawalle in England werden übers Mobile Web organisiert.

von Florian Treiß am 09.August 2011 in News, Social Media

Mobile Krawalle: Die schweren Unruhen in England, bei denen seit dem Wochenende schon 450 Menschen festgenommen wurden, zeigen eindrucksvoll, dass durch die Kombination aus Social Media und Mobile Web nicht nur friedliche Revolutionen organisiert werden können, sondern auch Krawalle. Die meist jugendlichen Randalierer, die in London und auch anderen Großstädten Straßenschlachten organisieren, Autos und Häuser anzünden und Läden plündern, verwenden zum Austausch untereinander offenbar am liebsten den Blackberry Messenger, weil dieser abhörfreie Kommunikation erlaubt. So zitiert der britische „Guardian“ eine Blackberry-Gruppennachricht vom Sonntag, in der es u.a. heißt: „Reist aus allen Winkeln Londons an, um Läden auf der Oxford Street zu plündern.“ Weiter heißt es darin: “ Wenn du einen Polizisten siehst, schieße!“ Mittlerweile hat Blackberry-Hersteller RIM via Twitter sein Beileid für den Mißbrauch seiner Plattform ausgedrückt und der Polizei angeboten, sie bei den Ermittlungsarbeiten zu unterstützen. Auch Facebook und Twitter spielen eine Rolle bei den Krawallen. Scotland Yard droht bereits denen, die per Twitter zu Gewalt aufrufen, mit drastischen Strafen. Umgekehrt nutzen aber auch Gegner der Krawalle Social Media für ihre Zwecke: Unter dem Hashtag #RiotCleanup rufen engagierte Bürger dazu auf, bestimmte Orte nach den Unruhen aufzuräumen. Zudem hat heute Nacht die Aktion „Catch a Looter“ (zu deutsch in etwa: „Fange einen Plünderer“) auf Twitter und Tumblr begonnen: Hier sammeln Freiwillige Fotos von Plünderern und wollen die Polizei so bei ihren Ermittlungsarbeiten unterstützen. Brena Roberts vom Fachdienst GoMoNews regt zudem an, dass die Behörden mobile Bürger-Services im Zusammenhang mit den Randalen einrichten sollen, um einerseits über gefährliche Orte zu informieren und andererseits Fotos und andere Hinweise von Bürgern auf die Täter entgegenzunehmen.
gigaom.com (Überblick), mashable.com, guardian.co.uk, nzz.ch, spiegel.de (Blackberry), techcrunch.com (Gegen-Aktionen), gomonews.com (Roberts)

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