Fehlender Visionär – Reaktionen zum Rückzug von Steve Jobs als Apple-Chef.

von Björn Czieslik am 25.August 2011 in Geräte, News, Personalien

Nachrufe für einen Lebenden: Der überraschende Rückzug von Steve Jobs als Apple-Chef wirft die Frage auf, wie viel von Jobs‘ Visionen Apple in Zukunft bleiben. Netzwertig-Autor Martin Weigert etwa ist sich sicher, dass die IT-Welt der vergangenen Jahre ohne Steve Jobs „sehr viel farbloser und langweiliger“ gewesen wäre und die kommenden Jahre „an Spannung und Dynamik verlieren könnten“, da unklar ist, welches IT-Unternehmen „zukünftig Grenzen austesten und Konventionen in Frage stellen wird“. Markus Breuer ist besorgt, ob das Apple Board Jobs‘ Nachfolgern „die nötigen Freiheiten erlauben wird“ und nach einen Flop „ein weiteres, riskantes Projekt“ zugesteht. Ihm falle auf Anhieb „außer dem Islam und der christlichen Kirche keine Organisationen ein, die nach dem Abgang der prägenden Persönlichkeit noch lange Zeit den Drive hatte, dauerhaft zu wachsen und der Welt einen Stempel aufzudrücken“. Nach der Ankündigung des Rücktritts von Steve Jobs brach die Apple-Aktie zeitweise um bis zu sieben Prozent ein. Vermögensverwalter Matt McCormick erwartet: „Die Aktie wird erst mal vor sich hindümpeln“ bis Jobs-Nachfolger Tim Cook „die Investoren von seinem Wert überzeugen kann“. Es sei „nicht das Ende für Apple, aber das Ende eines Kapitels“. Pessimistischer ist Analyst Trip Chowdhry von Global Equities: „Apple ist Steve Jobs, Steve Jobs ist Apple, und Steve Jobs ist Innovation. Apple ohne Steve Jobs ist nichts.“ Roger Kay, Analyst beim IT-Beratungsunternehmen Endpoint Technologies sieht Apple zwar für die nächsten Jahre gut aufgestellt, dennoch würden sich die Investoren überlegen, „welche künftigen Produktfamilien, Geschäftsbereiche oder gesamten Märkte niemals geschaffen werden, weil Steve Jobs nicht mehr da sein wird, um sie sich auszudenken“. Analyst Colin Gillis. gibt Entwarnung: „Keine Panik, Ruhe bewahren: Es ist genau die richtige Entscheidung. Steve Jobs wird Chairman und Cook ist CEO.“ Dies spreche für Kontinuität. Martin Weigert gibt Cook eine Chance und schreibt: „Tim Cook wird kein neuer Steve Jobs – aber womöglich ein anderer, besserer Apple-CEO.“ Und Jürgen Vielmeier hält die Nachrufe ohnehin für verfrüht und appelliert: „Herrgott, der Mann lebt noch! Also: beruhigt euch alle mal wieder“.
netzwertig.com (Weigert), notizen.steingrau.de (Breuer), handelsblatt.com (McCormick / Chowdhry), ftd.de (Kay), taz.de (Gillis), basicthinking.de (Vielmeier)

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