Telekom erfreut Börsianer mit Verkauf von T-Mobile USA.

Ende ohne Schrecken: Die Deutsche Telekom begeistert mit dem Verkauf von T-Mobile USA an AT&T für 39 Mrd Dollar Analysten, Kommentatoren und Börsianer – die T-Aktie legte heute Vormittag um zeitweilig 15 Prozent zu. Laut einer Analyse der UBS liegt der Verkaufspreis um rund 50 Prozent höher, als Experten zuvor erwartet hatten. Telekom-Finanzvorstand Timotheus Höttges hatte vorher bereits gesagt, dass die Erwartungen an einen Verkaufspreis “erheblich geringer” gewesen wären – im Schnitt sei die US-Tochter mit 25 Mrd Dollar bewertet worden. Höttges stolz: “Wir verkaufen 25 Prozent des Unternehmens und bekommen 70 Prozent des Unternehmenswertes der Telekom”. Das bedeutet zwar, dass die Telekom ein Viertel ihres Umsatzes verliert, doch dafür wird sie mit der angeschlagenen Tochter T-Mobile USA, die den Trend hin zum Mobile Web weitgehend verschlafen hatte, einen Klotz am Bein los. Die Bank HSBC Trinkaus empfohl die Telekom-Aktie prompt zum Kauf. HSBC-Analyst Dominik Klarmann sagt: “Endlich eine gute Lösung für das US-Sorgenkind der Deutschen Telekom”. Zwar bekommt die Deutsche Telekom für T-Mobile einen deutlich geringen Preis als die rund 50 Mrd Dollar, die sie einst in die Vorgängerfirmen investiert hatte – doch ist der Verlust nun deutlich geringer als bislang erwartet worden war. Zudem zahlt AT&T teils in bar, teils mit eigenen Aktien – die Deutsche Telekom kann dadurch nicht nur ihren Schuldenberg reduzieren, sondern wird zugleich mit einer Beteiligung von bis zu 8 Prozent Großaktionär von AT&T und behält einen Fuß im wichtigen US-Markt in der Tür. Telekom-Chef René Obermann erhält zudem einen Sitz im Aufsichtsrat von AT&T.
ftd.de, handelsblatt.comblogs.telekom.com (Video-Statement Obermann), ftd.de, welt.de (Kommentare)

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